
Giambattista Tiepolo · PD
Quintus Fabius Maximus vor dem Senat von Karthago
Details
Die Geschichte
Ein römischer Gesandter, der uns den Rücken zukehrt und einen Zipfel seines Gewands fest in der Hand hält, das ist Quintus Fabius Maximus vor dem Senat von Karthago im Jahr 218 v. Chr. Rom hatte ihn geschickt, weil Karthago die mit Rom verbündete Stadt Sagunt in Spanien eingenommen hatte. Der Geschichtsschreiber Florus erzählt, Fabius habe gesagt, er trage in dieser Falte seiner Toga Krieg und Frieden, die Karthager sollten wählen. Sie riefen „Krieg!“, und er schüttelte die Falte aus. Tiepolo malte die Szene Ende der 1720er-Jahre als eines von zehn Bildern für den Festsaal des Palazzo Dolfin in Venedig. 1872 verkaufte ein Nachfahre der Familie die ganze Serie an den Wiener Sammler Eugen Miller von Aichholz. Fünf Bilder, darunter dieses, gingen weiter nach Sankt Petersburg und kamen 1934 in die Eremitage. Zwei andere aus demselben Saal hängen heute im Kunsthistorischen Museum in Wien.




