
Franz Marc · PD
Rote und blaue Pferde
Details
Die Geschichte
Ein rotes und ein blaues Pferd, beide mit gesenktem Kopf, in einer Landschaft aus scharfkantigen Flächen. Franz Marc hat dieses Blatt 1912 gemalt, in Tempera und Aquarell über Bleistift, auf Papier von kaum 46 Zentimetern Breite. In jenem Jahr zerlegte er seine Tierbilder immer stärker in kantige, kristallartige Formen, und das Lenbachhaus liest das Nebeneinander der beiden Farben als Gegensatz von Materie und Geist. Unten links steht seine Signatur, ebenfalls in Tempera. Ins Museum kam das Blatt erst 1957, 20 Jahre nachdem die Nationalsozialisten Marcs Bilder aus den deutschen Museen entfernt und zum Teil als „entartete Kunst“ vorgeführt hatten. Damals schenkte Gabriele Münter der Stadt München zu ihrem 80. Geburtstag die Sammlung, die sie in ihrem Haus in Murnau über die NS-Zeit gerettet hatte, vor allem Werke ihres früheren Lebensgefährten Wassily Kandinsky.




