
Rinaldo und Armida
Details
Die Geschichte
Am Rand der Leinwand hängt ein Spiegel. Nach der Deutung des Museums verrät er schon, wie der Zauber enden wird: Der Ritter Rinaldo wird sich eines Tages selbst gespiegelt sehen und erwachen. Noch schläft er. Die Zauberin Armida, ausgesandt, um die Kreuzfahrer vom Krieg abzulenken, hat ihn eingeschläfert und entführt ihn auf ihrem verzauberten Wagen. Die Szene stammt aus dem 14. Gesang von Torquato Tassos Epos „Das befreite Jerusalem“, 1581 erstmals gedruckt. Dort fesselt Armida den Schlafenden mit Ketten aus Rosen und Lilien, und bei Tiarini zieht sich eine Blumengirlande über seinen Körper. Eine Dienerin in der Ecke hält seinen Helm mit dem Adler als Zier. Das Bild entstand in der ersten Hälfte der 1620er-Jahre. Eine Beschreibung der Villa Borghese von 1650 nannte bereits Tiarini, ein Inventar von 1790 schrieb es Pietro da Cortona zu, und erst 1893 kehrte der Name des Bologneser Malers zurück.
