
Jan Brueghel the Elder · PD
Römischer Karneval (Winter)
Details
Die Geschichte
Im katholischen Kalender gehörte der Karneval zum Winter. Er füllte die Wochen vor der Fastenzeit, die meist im Februar begann, und in Rom war er das lauteste Fest des ganzen Jahres. Man zog maskiert durch die Stadt, es gab Umzüge, und auf der langen, schnurgeraden Straße im Zentrum wurden Wettrennen ausgetragen. Ein Papst hatte die Karnevalsrennen in den 1460er Jahren dorthin verlegt, und nach ihnen heißt die Straße bis heute Corso. Die Alte Pinakothek nennt das Bild Römischer Karneval und setzt Winter in Klammern dahinter. Ein städtisches Fest steht hier also für eine ganze Jahreszeit. Das Bild ist eine kleine runde Kupferscheibe von gut 12 Zentimetern Durchmesser, vom Museum um 1596 datiert. Sein Gegenstück, eine Sommerernte von gleicher Größe und Form, liegt ebenfalls in einer Vitrine im Kabinett 9.




