
Claude Monet · PD
Kathedrale von Rouen, Portal, Morgenlicht
Details
Die Geschichte
Im Winter 1892 und noch einmal 1893 mietete Monet einen Raum am Platz gegenüber der Kathedrale von Rouen und stellte dort mehrere Leinwände zugleich auf, um von einer zur nächsten zu wechseln, sobald sich das Licht verschob. Weniger die gotische Architektur beschäftigte ihn als das, was eine Stunde Sonne mit ihr anstellte. Zu sehen ist die Westfassade am frühen Morgen, wenn das flache Licht den behauenen Stein des Portals streift und dessen Tiefe im Schatten lässt. Im Atelier arbeitete er die Bilder noch bis 1894 durch und trug die Farbe so dick auf, dass die Oberfläche fast so körnig und narbig wirkt wie verwitterter Stein. Aus rund 30 solchen Ansichten wählte er 20 aus und zeigte sie 1895 in Paris, wo die Maler Pissarro und Cézanne sie bewunderten.




