
Caspar David Friedrich · PD
Ruine Oybin
Details
Die Geschichte
Im Juli 1810 stieg Friedrich mit seinem Freund, dem Maler Kersting, auf den Oybin, eine felsige Höhe bei Zittau an der sächsischen Grenze. Oben fanden sie die Hülle eines verlassenen Klosters, und Friedrich zeichnete die dachlose Kapelle an Ort und Stelle. Diese Blätter behielt er 25 Jahre lang und machte erst um 1835, schon ein alter Mann, dieses Bild daraus. Es trägt einen zweiten Namen, Der Träumer. Eine einzige kleine Gestalt sitzt in der Bogenöffnung eines Fensters der Ruine, halb verschluckt vom Grün, das über den zerbrochenen Stein gewachsen ist, und tut nichts als hinauszuschauen. Das gotische Maßwerk des leeren Fensters ist fast ganz erhalten, während die Mauern ringsum zerfallen. Farne und junge Bäume wachsen geradewegs aus dem alten Mauerwerk.




