
Gustave Caillebotte · PD
Segelboot auf der Seine bei Argenteuil
Details
Die Geschichte
Für eine Studie ist die Leinwand erstaunlich gut. Caillebotte malte dieses Segelboot 1893 auf ein helles, feines und dicht gewebtes Tuch im Standardformat 15, fertig grundiert und aufgespannt gekauft bei seinem Pariser Farbenhändler Dubus, dessen Schablonenmarke noch auf der Rückseite steht. Das haben Restauratoren in Köln bei einer genauen Untersuchung festgestellt. Nach dem Werkverzeichnis von Marie Berhaut gehört das Bild zu drei Studien für das große Gemälde „Regatta bei Argenteuil“ aus demselben Jahr. Am unteren Rand fand sich der Abdruck der Halterung einer Feldstaffelei, ein Hinweis darauf, dass Caillebotte draußen am Fluss arbeitete, zügig und nass in nass, wohl in ein oder zwei Sitzungen. Im Hosenbein des Seglers sind Linien zu sehen, die mit etwas Hartem, vermutlich dem Pinselstiel, in die feuchte Farbe geritzt wurden. Die Signatur unten links kam erst auf die schon trockene Malschicht, möglicherweise nach seinem Tod im Februar 1894.




