
Francisco de Goya · CC0
Der heilige Ambrosius
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Die Geschichte
Man blickt zu diesem Heiligen hinauf, und das war wohl so gedacht. Goya hat Ambrosius aus tiefer Sicht gemalt, als sollte das Bild hoch an der Wand einer Kirche oder eines Klosters hängen. Wo genau, weiß man bis heute nicht. Entstanden ist es um 1796 bis 1799 als eines von vier Bildern der lateinischen Kirchenväter, zu denen neben Ambrosius auch Hieronymus, Augustinus und Gregor der Große gehören. In Spaniens Kirche war das eine Zeit des Umbaus. Seit der Ausweisung der Jesuiten 1767 suchten viele reformgesinnte Geistliche ihre Vorbilder in den ersten Jahrhunderten des Christentums, und in dieses Klima passt ein Auftrag wie dieser. Der Bischof von Mailand aus dem vierten Jahrhundert sitzt in weißem Chormantel und Mitra, schreibt in ein großes Buch und hebt den Blick. Über die Florentiner Sammlung des Italieners Alessandro Contini-Bonacossi kam das Bild 1969 an das Cleveland Museum of Art.




