
Jusepe de Ribera · PD
Der Heilige Andreas
Details
Die Geschichte
Als dieses Bild 1911 in Berlin aus dem Nachlass eines Budapester Sammlers versteigert wurde, nannte der Katalog den alten Mann den heiligen Petrus. Vierzig Jahre später trug ihn ein New Yorker Kunsthändler als alten Fischer in sein Lagerbuch ein. Beide Namen passen zu einem Mann, der vom Netz lebte, und ebenso der, den das Museum heute verwendet. Andreas war der Bruder des Petrus und Fischer am See Genezareth, bevor er Christus folgte. Das Museum datiert das Bild auf 1641 und führt es als Ribera zugeschrieben, seiner Hand nahe, aber nicht gesichert. Offen sind die mittleren Jahre seiner Geschichte. Um 1926 kaufte es Leo Goldberger, ein jüdischer Industrieller in Budapest. 1944 wurde er in das Konzentrationslager Mauthausen verschleppt, und er starb kurz nach der Befreiung des Lagers 1945 an Entkräftung durch Hunger. Der Inhalt seines Hauses, auch seine Kunstsammlung, wurde geplündert. Wie das Bild nach Paris gelangte, wo die New Yorker Firma Knoedler es 1951 erwarb, ist nicht bekannt. 1991 kam es als Schenkung nach Boston, und das Museum forscht nach eigener Angabe weiter, im Kontakt mit den Erben Goldbergers.




