
Die heilige Cäcilie
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Die Geschichte
Im Jahr 1599 wurde bei Bauarbeiten in der römischen Kirche Santa Cecilia in Trastevere das Grab der Heiligen geöffnet, und ihr Leichnam soll unversehrt gewesen sein. Der Bildhauer Stefano Maderno meißelte sie so, wie man sie gefunden haben wollte, und für eine ganze Generation gehörte Cäcilie zu den Heiligen, die Rom am meisten verehrte.
Pietro da Cortona malte sie Anfang der 1620er Jahre, mit Mitte zwanzig, als er sich in Rom erst einen Namen machte. Sie sitzt an einem Tisch mit einem Notenblatt, neben ihr der Palmzweig der Märtyrerin, links eine kleine tragbare Orgel, rechts ein Engel, der sich auf eine Harfe stützt. Aus dem Dunkel hinter einem Vorhang schaut eine dritte Gestalt hervor, und oben in der Ecke steht ein antiker Tempel. Mit römischen Altertümern beschäftigte sich der junge Maler damals intensiv.
Lange lief das Bild unter fremden Namen. Um 1790, im Besitz des schottischen Sammlers Sir Robert Udny, galt es als Werk Domenichinos, später schrieb man es einem unbekannten römischen Maler zu. Vor ihrem Heiligenschein trägt Cäcilie ein kleines Kränzchen aus roten und weißen Rosen.




