
Andrea Mantegna · PD
Der heilige Hieronymus in der Wüste
Details
Die Geschichte
Mantegna war noch keine zwanzig, als er diese kleine Temperatafel malte. Eben hatte er die Paduaner Werkstatt des Malers Francesco Squarcione verlassen, in der er gelernt hatte, und um 1449 reiste er zum ersten Mal nach Ferrara, an den Hof Leonello d'Estes. Der heilige Hieronymus erscheint hier als Einsiedler in der syrischen Wüste, zwischen kahlen Felsen. Schon in diesem Frühwerk zeigt sich, was zu seinem Kennzeichen wird: Erde und Stein wirken wie mit dem Meißel gehauen, hart und genau wie ein antikes Relief. Die Wüste des Büßers besteht hier ganz aus versteinertem Fels. Das an die Wand gelehnte Kruzifix und die aufgeschlagenen Bücher erinnern daran, dass Hieronymus sich um des Studiums und der Buße willen hierher zurückzog. Die Tafel befindet sich heute im Kunstmuseum von São Paulo.




