
Der hl. Oswald bei der Almosenspende
Details
Die Geschichte
Der Maler versetzte die Szene um 1480 in eine Stube seiner Zeit, mit weiß gedecktem Tisch, Brot und einem Kringel, einer Glocke am Seil und einem Bäumchen im Kübel am Fenster. Die Geschichte dahinter ist aber gut 800 Jahre älter. Beda Venerabilis, ein Mönch in Northumbrien, schrieb 731, König Oswald habe beim Ostermahl eine Silberschüssel mit feinen Speisen vor sich gehabt, als man ihm meldete, draußen bettelten Arme. Er ließ ihnen das Essen bringen und die Schüssel zerschlagen und verteilen. Bischof Aidan, der mit ihm aß, ergriff seine rechte Hand und wünschte, sie möge niemals vergehen. Hier reicht der König die Schüssel einem bärtigen Mann mit Krücke und Holzbein. Ein Page in roten Beinlingen schenkt aus einer Kanne ein, und in der Tür wartet ein weiterer Armer mit Stab.


