Meister der Oswald-Legende

Heiliges Römisches Reich · Spätgotik


Die Geschichte

Der heilige Oswald war im 7. Jahrhundert König von Northumbrien im Norden Englands und fiel 642 in einer Schlacht. Seine Verehrung reichte weit, bis in die Bergbaustadt Eisenerz in der Steiermark, deren Pfarrkirche ihm geweiht ist. Um 1480 malte ein unbekannter Meister den Hochaltar dieser Kirche, und vier seiner Tafeln sind erhalten. Sie zeigen Oswalds Krönung, den König bei der Almosenspende, seinen Tod in der Schlacht und die Überführung seiner Gebeine als Reliquien.

Alle vier befinden sich im Belvedere. Sie kamen 1930 aus der Sammlung von Albert Figdor, einem Wiener Bankier und Sammler, ins Kunsthistorische Museum und 1953 ins Belvedere. Der nach ihnen benannte Maler war um 1470 bis 1480 in der Steiermark tätig. Sein Stil zeigt den Einfluss des Meisters des Schottenaltars, der den Hochaltar des Wiener Schottenstifts malte, und einige weitere Tafeln in Brünn und in Privatbesitz werden ihm zugeschrieben.

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Werke

4 Werke