Der heilige Sebastian

Der heilige Sebastian


Details

Künstler
Guido Reni
Jahr
1619
Technik
Öl auf Leinwand
Maße
172 × 134,5 cm

Die Geschichte

Im Februar 1619 schrieb der Bologneser Dichter Cesare Rinaldi an Reni wegen eines heiligen Sebastian, auf den ein Auftraggeber in der Stadt wartete. Das Bild des pfeildurchbohrten Märtyrers, meinte er, verdiene einen Rahmen aus massivem Gold. Der Prado hält diese Leinwand für eben jenen Auftrag, sagt aber offen, dass Datierung wie Zuschreibung zeitweise heftig umstritten waren. Fünf Gemälde derselben Komposition werden Reni traditionell zugeschrieben, in Madrid, Paris, Dulwich, Ponce und Auckland, und sie stehen einander so nahe, dass ihre Unterscheidung Spezialistensache ist. Die weitere Geschichte dieses Exemplars ist dagegen aktenkundig. 1746 gehörte es Isabel de Farnesio, der Königin von Spanien, und irgendwann wurde dem Heiligen ein deutlich größeres Lendentuch übermalt, vermutlich in ihrem Besitz. Der Prado hat diese Zutat in einer 2023 abgeschlossenen Restaurierung abgenommen. Darunter kamen die Kontur des linken Oberarms wieder hervor, die linke Hand hinter der rechten Hüfte und die Schlaufe des Stricks, der ihn an den Baum bindet. Ein einziger Pfeil steckt in seiner linken Seite. Er blickt nach oben, und geschehen ist ihm noch nichts.

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