
Salome mit dem Haupt Johannes des Täufers
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Die Geschichte
Links steht Salome und blickt auf das Haupt des Täufers, das ein kräftiger Arm hält, der vom rechten Bildrand hereinragt. Mehr ist vom Henker nicht zu sehen. Andrea Solari kam mehrmals auf dieses Thema zurück, und die Bildidee machte in Mailand Schule. Bernardino Luini, ein jüngerer Mailänder Maler, nahm sich wahrscheinlich genau diese Tafel zum Vorbild für seine eigene Salome, die heute im Museum of Fine Arts in Boston hängt. Weitere Fassungen und Varianten sind bekannt, manche davon galten einst als Werke flämischer oder anderer nordischer Maler.
Die meisten Forscher halten heute an Solaris Namen fest, ob er die Tafel aber eigenhändig malte, ist offen. Das Museum führt sie als zugeschrieben und nennt daneben das lombardische Umfeld. Auch die Datierung ist umstritten. Die Mailänder Forscherin Luisa Cogliati Arano setzte sie nach 1510 an. Der amerikanische Kunsthistoriker David Alan Brown ordnete sie zwischen zwei datierte Bilder Solaris im Louvre ein, eine Kreuzigung von 1503 und eine Verkündigung von 1506, und diesen Zeitraum gibt auch das Museum an.