Selbstbildnis als Halbakt mit Bernsteinkette II

Paula Modersohn-Becker · PD

Selbstbildnis als Halbakt mit Bernsteinkette II


Details

Jahr
1906
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
61 × 50 cm

Die Geschichte

Gemalt hat Paula Modersohn-Becker dieses Bild 1906 in Paris, nach einer Aktfotografie von sich selbst, die vermutlich ihre Schwester Herma aufgenommen hatte. Für die Öffentlichkeit war es wohl nie gedacht. Zu sehen war es erst 1913, sechs Jahre nach ihrem Tod. Im selben Jahr erwarb es der Hannoveraner Sammler Herbert von Garvens, und 1928 kaufte es ihm das Kestner-Museum in Hannover ab.

Dort blieb es keine zehn Jahre. Am 20. August 1937 wurde es als „entartet“ beschlagnahmt, am selben Tag wie ihr „Knabe mit Katze“ aus demselben Museum, der heute ebenfalls in Basel hängt. Das NS-Regime wollte solche Werke gegen Devisen im Ausland verkaufen. Am 30. Juni 1939 kam das Selbstbildnis in Luzern bei der Galerie Fischer unter den Hammer, als Los 97. Die Basler Regierung hatte ihren Sonderkredit erst am Vorabend bewilligt, und das Gebot stieg über das Limit, das sich die Kunstkommission des Museums gesetzt hatte. Gekauft hat sie trotzdem. Die frontale Haltung und die großen, ruhigen Augen gehen auf die Mumienporträts aus dem römischen Ägypten zurück, die die Malerin faszinierten.

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