
Selbstbildnis
Details
Die Geschichte
Um 1770 war Pompeo Batoni seit Jahrzehnten einer der gefragtesten Maler Roms, und dies ist das Gesicht, das er von sich hinterlassen wollte. In Florenz sammelten die Uffizien schon seit dem vorigen Jahrhundert Bildnisse von Künstlern von eigener Hand, eine Sammlung, die Kardinal Leopoldo de' Medici begründet hatte, und in sie aufgenommen zu werden war unter Malern eine stille Auszeichnung. Batoni zeigt sich unmittelbar, in der Kleidung eines arbeitenden Herrn, und mustert die eigenen Züge mit derselben klaren Zeichnung und dem kühlen, gleichmäßigen Licht, das seine Auftraggeber an ihm kannten. Kein prunkvoller Hintergrund, nur der Mann selbst. Das Bild hängt bis heute in jener Galerie der Selbstbildnisse, unter einer alten Inventarnummer, ein Malergesicht unter Hunderten.




