
Selbstbildnis
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Die Geschichte
In Middenbeemster, einem Dorf nördlich von Amsterdam, malte der Schulmeister Pieter Carelsz Fabritius nebenher, und drei seiner Söhne wurden ebenfalls Maler. Für dieses Bild zählen zwei von ihnen, Carel, geboren 1622, und der zwei Jahre jüngere Barent. Das Museum zeigt die Leinwand als Selbstbildnis Carels um 1645, ein junger Mann, der sich in Nachahmung seines Lehrers Rembrandt in einem prunkvollen Kostüm dargestellt hat. Ganz sicher ist das nicht. Die Fabritius-Ausstellung von 2004 im Mauritshuis in Den Haag führte das Bild als Selbstbildnis Carels, doch die Kunsthistorikerin Lisa Pincus bezweifelte das in ihrer Besprechung des Katalogs und schrieb es Barent zu. Andere haben eine dritte Lesart vorgeschlagen, wonach das Gesicht zwar Carel gehört, die Hand aber dem Bruder. Derselbe junge Mann könnte also Carel sein, der sich selbst malt, Barent, der sich selbst malt, oder Carel, gemalt von Barent. Sein eigenes Gesicht hat Barent jedenfalls gemalt. Sein frühestes datiertes Bild ist ein Selbstbildnis von 1650, heute im Städel Museum in Frankfurt.




