
Paul Gauguin · CC-BY-SA-4.0
Selbstbildnis
Details
Die Geschichte
Dies gilt als das letzte Selbstbildnis, das Gauguin gemalt hat. Er schuf es 1903 in Atuona auf der Marquesas-Insel Hiva Oa, weit draußen im Pazifik, in seinen letzten Monaten und bei schlechter Gesundheit. Seine Augen versagten, deshalb zeigt er sich mit einer schlichten Nickelbrille, das Gesicht schwer und müde über einem weißen Hemd. Lange hat man an dem Bild gezweifelt. Im Februar 1903 schrieb Gauguin, er habe seit drei Monaten kaum einen Pinsel angerührt, und ein Forscher meinte, das Bild sei erst Jahre nach seinem Tod von einem Freund auf den Inseln gemalt worden. Das Kunstmuseum Basel untersuchte es gründlich und kam 2025 zu dem Schluss, dass es echt ist, ein Teil des Gesichts jedoch nach seinem Tod von fremder Hand übermalt wurde. Unter UV-Licht tritt diese spätere Arbeit an Stirn, Augen, Nase und Bart hervor.




