
Max Beckmann · PD
Selbstbildnis im Smoking
Details
Die Geschichte
Im Juli 1927 veröffentlichte Max Beckmann in der Europäischen Revue einen Aufsatz über die gesellschaftliche Stellung des Künstlers, Der Künstler im Staat. Wenige Wochen später malte er sich selbst im Smoking, frontal vor einer schmutzig weißen Wand, die Zigarette in der linken Hand, die rechte in die Hüfte gestemmt. Er leitete zu dieser Zeit eine Meisterklasse an der Frankfurter Kunstgewerbeschule und stand auf dem Höhepunkt seines Ansehens. Der Kunstschriftsteller Julius Meier-Graefe verkaufte das Bild 1928 an die Nationalgalerie in Berlin. Dort wurde es im Juli 1937 als entartete Kunst beschlagnahmt, zusammen mit vier weiteren Gemälden Beckmanns, und lagerte bis 1939 in einem Depot. Über den Kunsthandel kam es nach New York und wurde 1941 vom Busch-Reisinger Museum in Cambridge gekauft, wo es seither hängt.




