
Selbstporträt
Details
Die Geschichte
1902 ernannte Frankreich Franz von Lenbach zum Kommandeur der Ehrenlegion, eine Auszeichnung mehr für einen Maler, der seit Jahrzehnten Kaiser, Kanzler und sogar einen Papst porträtiert hatte. In diesen letzten Jahren kehrte er immer wieder zum eigenen Gesicht zurück. Kurz vor seinem Tod entstand eine Reihe einander sehr ähnlicher Selbstbildnisse, und das Museum datiert dieses auf 1902 oder 1903. Ein weiteres aus derselben Gruppe, das er seiner jüngeren Tochter Gabriele vermachte, ist in Privatbesitz. Diese Fassung ist auf Pappe gemalt, fast einen Meter hoch. Als Bildinhalt verzeichnet das Museum den Bart, den Blick, eine Palette und eine Brille. Lenbachs Sehkraft ließ im Alter nach, und so malte er sich mit den Augengläsern, auf die er inzwischen angewiesen war.




