
Hüterbub auf einem Grashügel
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Die Geschichte
Um 1859 war Franz von Lenbach Anfang zwanzig, ein Münchner Akademieschüler, noch Jahre entfernt von den Gesellschaftsporträts, die ihn später reich machten. In der Alten Pinakothek hatte er Murillos Bilder der Straßenkinder von Sevilla genau studiert, bis hin zu ihren schmutzigen nackten Füßen. Das kleine Ölbild auf Pappe, unsigniert und vom Museum um dieses Jahr datiert, zeigt einen Hüterbuben auf einem Grashügel. 1860 griff Lenbach das Motiv auf einer über eineinhalb Meter breiten Leinwand wieder auf, dem Hirtenknaben, der heute in der Sammlung Schack in München hängt. Sein Käufer, der Sammler Adolf Friedrich Graf von Schack, schrieb, man glaube das blendende Licht und die sengende Glut der Sonne zu sehen und zu fühlen, und Murillo habe kaum Schöneres gemalt. Das Lenbachhaus erwarb das kleinere Bild 1950.




