
Selbstbildnis mit Familienmitgliedern
Details
Die Geschichte
Um 1635 malte der junge Haarlemer Maler Jan Miense Molenaer seine eigene Familie als musizierende Gesellschaft. Links spielt seine älteste Schwester Geertruijt die Zither. Seine Brüder Bartholomeus und Adriaen spielen Geige und Laute, die Schwester Maria singt und schlägt den Takt, Anthonij streicht das Cello. Zwei Halbbrüder aus der früheren Ehe des Vaters stehen hinter dem Cembalo, und Jan selbst ist der Mann, der rechts steht. Auch Vater und Mutter sind dabei, allerdings nur als große Bildnisse an der Wand im Hintergrund. Gemeinsames Musizieren galt als vertrautes Zeichen für Eintracht im Haus, und gleich daneben setzte Molenaer eine Mahnung. Rechts bläst der kleine Nicolaes Seifenblasen, ein altes Bild dafür, wie schnell das Leben vergeht, und die Jüngste, Lucia, ist ganz in seiner Nähe. Vergnügen und Mahnung so zu verbinden, war in den Haarlemer Gesellschaftsstücken seit dem frühen 17. Jahrhundert üblich.



