
Hirtenknabe, Dudelsack spielend
Details
Die Geschichte
Ein kleiner Hirtenjunge spielt auf dem Dudelsack, und sein einziger Zuhörer ist ein winziger Spaniel. Boucher malte die Szene um 1754 auf eine Leinwand von kaum einem halben Meter Höhe, doch der Junge wanderte weiter, in ganz andere Materialien. Boucher radierte die Komposition selbst, der Stecher François-Antoine Aveline vollendete die Platte und gab sie unter dem Titel L'Innocence heraus. Ein anderer Stecher, Claude Augustin Duflos, brachte eine gröbere Fassung als Le Petit Pasteur heraus, der kleine Hirte. Die königliche Gobelin-Manufaktur in Paris nahm das Motiv in eine Tapisserienfolge auf, die als Boucher-Kinder bekannt ist, und es wurde zur Porzellanfigur und zum Deckelbild einer Schnupftabakdose. Das Gemälde selbst gehörte im 19. Jahrhundert Baron Adolphe de Rothschild in Paris und kam später nach New York. 1928 besaß es Alvan T. Fuller, ein Bostoner Autohändler, der damals Gouverneur von Massachusetts war. Seine Stiftung schenkte es 1961 in Erinnerung an ihn dem Museum.




