
Der Lobgesang Simeons
Details
Die Geschichte
Im Lukasevangelium ist dem alten Simeon verheißen, er werde nicht sterben, bevor er den Messias gesehen habe. Als das Jesuskind in den Tempel von Jerusalem gebracht wird, nimmt er es auf die Arme und dankt Gott, nun in Frieden scheiden zu dürfen. Dieser Lobgesang, das Nunc dimittis, wird bis heute im Abendgebet gesungen.
Arent de Gelder malte die Szene 1700. Simeon hebt unter einem Schleier den Blick, und das Licht scheint von dem Kind in seinem Schoß auszugehen. Maria neigt sich mit gefalteten Händen heran, im Schatten dahinter steht ein bärtiger Mann.
Das Mauritshuis besitzt auch die Fassung, die De Gelders Lehrer Rembrandt 1631 malte. Diese Leinwand dagegen verbrachte einen Großteil des 20. Jahrhunderts in Minneapolis, in der Sammlung des späteren Walker Art Center, und kam 1987 als Schenkung an die Freunde des Mauritshuis nach Den Haag.
