
Die Geschichte
Drei blaue Pferde füllen fast die ganze Leinwand, ihre Hälse biegen sich vor roten und gelben Hügeln aneinander. Franz Marc, ein deutscher Maler aus dem Kreis des Blauen Reiters, schuf Die großen blauen Pferde 1911, und als das Walker das Bild 1942 kaufte, veränderte dieser Ankauf das ganze Haus. Bis dahin hatten die Säle vor allem die Sammlung von T. B. Walker gezeigt, einem Holzunternehmer aus Minneapolis, der seine Privatgalerie 1879 erstmals für das Publikum öffnete, mit älteren europäischen Gemälden und chinesischer Jade.
Das Walker Art Center selbst eröffnete 1940, wiederbelebt mit Hilfe eines Kunstprogramms des New Deal. In diesem Jahrzehnt floss das Geld von Mrs. Gilbert Walker, der Schwiegertochter des Gründers, in die Werke lebender Künstler. Auch Edward Hoppers Office at Night kam in diesen Jahren hinzu, ein Mann am Schreibtisch und eine Frau am Aktenschrank, von oben gesehen. Hopper sagte, die Idee stamme von nächtlichen Fahrten mit der Hochbahn in New York.
Heute zeigt das Walker zeitgenössische Kunst und Aufführungen. Sein Backsteinbau des Architekten Edward Larrabee Barnes stammt von 1971, und ein Erweiterungsbau der Schweizer Architekten Herzog & de Meuron brachte 2005 ein Theater und weitere Säle. Auf der anderen Straßenseite liegt der Minneapolis Sculpture Garden, 1988 mit über 60 Werken eröffnet. Dort steht in einem Teich Spoonbridge and Cherry von Claes Oldenburg und Coosje van Bruggen, ein riesiger Löffel, auf dem eine rote Kirsche balanciert.
