
Simone Martini malt das Porträt der Laura für Petrarca
Details
Die Geschichte
Im Titel des Museums heißt der Maler Simon Memmi. So nannte Vasari den Sienesen Simone Martini, weil er ihn mit dessen Schwager Lippo Memmi verwechselte, und unter diesem falschen Namen kannte ihn das Italien des 19. Jahrhunderts.
Die Szene selbst ist aus zwei Gedichten gebaut. 1336 kam Simone Martini nach Avignon, wo damals die Päpste residierten, und lernte dort Petrarca kennen. Der Dichter bat ihn um ein Bildnis der Laura, und die Sonette 77 und 78 des Canzoniere danken ihm dafür. Der Maler, heißt es da, müsse sie im Paradies gesehen haben, und dann klagt Petrarca, dass das Bild ihm nicht antwortet.
Dieses Bildnis ist verloren, wohl eine kleine Zeichnung, und beschrieben hat es niemand. Werkstatt, Haltung und Laura selbst musste Pietro Saltini 1863 also erfinden.