
Piet Mondrian · PD
Stammer-Mühle mit Sommerhaus
Details
Die Geschichte
Am frühen Morgen des 9. Januar 2012 verschwand dieses Bild aus dem Haus. In der Nacht davor hatte die Alarmanlage der Galerie immer wieder angeschlagen, bis der Wachmann ihr nicht mehr glaubte. Der Einbruch selbst, durch eine Balkontür, dauerte etwa sieben Minuten. Mitgenommen wurden ein Picasso, eine Federzeichnung des italienischen Malers Guglielmo Caccia aus dem 16. Jahrhundert und dieser kleine Mondrian. Einen zweiten Mondrian trug der Täter ebenfalls hinaus und ließ ihn auf der Flucht fallen.
Im Juni 2021 kam das Bild zurück, aus dem Gebüsch einer Schlucht bei Keratea, etwa 45 Kilometer südöstlich von Athen. Gestanden hat ein 49-jähriger Bauarbeiter, der sich als Kunstliebhaber bezeichnete und angab, nie einen Verkauf versucht zu haben. Die Zeichnung von Caccia ist bis heute nicht aufgetaucht.
Zu sehen ist Mondrian im Jahr 1905, Jahre vor den Rasterbildern, die ihn berühmt gemacht haben. Die Mühle ist die Stammermolen bei Diemen östlich von Amsterdam, eine von mehreren holländischen Mühlen, die er in dieser Zeit malte. Im Bestandsverzeichnis der Galerie steht ein ungewöhnlicher Bildträger, nämlich Öl auf Papier, auf Holz aufgezogen.





