
Statue der Artemis (Typus Dresden)
Details
Die Geschichte
Um 360 v. Chr. schuf der athenische Bildhauer Praxiteles, so vermuten manche Forscher, für die Stadt Megara westlich von Athen eine Statue der Jägerin Artemis, wohl aus Bronze. Das Original ist verloren, doch römische Werkstätten kopierten es so oft, dass rund 28 Kopien und Varianten bekannt sind. Seinen Namen hat der Typus von der Kopie in Dresden, der einzigen, die die ursprüngliche Haltung des rechten Arms bewahrt. Dort trägt die jugendliche Göttin einen langen, ungegürteten Peplos, hält in der gesenkten Linken einen Bogen und greift mit der erhobenen Rechten nach dem Köcher.
Die Münchner Kopie entstand in der Kaiserzeit und kam 1812 aus Rom an Kronprinz Ludwig von Bayern, ohne Kopf. Der dänische Bildhauer Bertel Thorvaldsen ergänzte sie und machte aus der Figur Demeter, die Göttin des Getreides und der Ernte.
Gezeigt wird die Statue mit seiner Ergänzung. Kopf und Attribute gehören also zu Thorvaldsens Demeter, der antike Körper darunter ist die Artemis. Die Figur ist 1,56 Meter hoch.




