
Statuette der vergöttlichten Königin Ahmose-Nefertari
Details
Die Geschichte
Eine Stele in Karnak berichtet, wie König Ahmose, der erste Herrscher der 18. Dynastie, für seine Gemahlin Ahmose-Nefertari ein Priesteramt im Tempel des Amun kaufte und es mit Land, Gütern und Personal für sie und ihre Nachkommen ausstattete. Sie trug fortan den Titel Gottesgemahlin des Amun, das höchste Amt einer Frau im Dienst dieses Gottes. Sie überlebte ihren Mann, sah ihren Sohn Amenophis I. auf dem Thron und starb unter Thutmosis I.
Am anderen Nilufer, in Deir el-Medina, dem Dorf der Königsgrabarbeiter, verehrte man Mutter und Sohn später als Gründer und Schutzpatrone. Dort galt sie als Göttin, als Herrin des Westens und Herrin des Himmels, und hatte im Festkalender des Dorfes ihren eigenen Tag. Kultstatuetten wie diese zeigen nach den Worten des Museums, wie innig die Dorfbewohner sie verehrten. Diese hier aus Holz entstand in der 19. oder 20. Dynastie, Jahrhunderte nach ihrem Tod. Sie und eine zweite Turiner Figur zeigen die Königin jung, in einem eng anliegenden Kleid, das bis zu den Knöcheln reicht.




