Stele des Hui mit Qadesch, Min und Reschef

Stele des Hui mit Qadesch, Min und Reschef


Details

Künstler
Unbekannter ägyptischer Künstler (Ramessidenzeit)
Museum
Louvre
Jahr
-1253
Technik
Kalkstein, versenktes und erhabenes Relief, bemalt
Gattung
Skulptur
Maße
31,5 × 18,8 cm

Die Geschichte

Die nackte Göttin, die oben auf dieser Stele auf einem Löwen steht, kam aus der Fremde nach Ägypten. Es ist Qadesch, eine Göttin aus Syrien und Kanaan, und sie blickt uns frontal an, was die ägyptische Kunst einer Figur nur selten erlaubte. Sie trägt die gelockte Perücke der Göttin Hathor mit Mondsichel und Scheibe darüber und hält in der einen Hand Blumen, in der anderen eine Schlange. Ihr Name kommt von einem semitischen Wort für heilig und hat nichts mit Kadesch zu tun, der syrischen Stadt, bei der Ramses II. gegen die Hethiter kämpfte. Neben ihr stehen Min, der ägyptische Gott der Fruchtbarkeit, und Reschef, ein syrischer Gott des Krieges und der Seuchen, den die Ägypter in ihren Kult aufgenommen hatten, hier mit der weißen Krone Oberägyptens.

Darunter knien zwei Männer im Gebet. Der Besitzer, Hui, nennt sich Diener an der Stätte der Wahrheit. So hießen die Arbeiter, die die Königsgräber im Tal der Könige aushöhlten und ausmalten und im Dorf lebten, das heute Deir el-Medina heißt. Die auf dem Stein genannten Verwandten datieren die Stele in die Regierungszeit Sethos' I. und Ramses' II., als ägyptische Heere und Beamte weit nach Syrien und Kanaan hinein Krieg führten und verwalteten. Auf der Rückseite knien die Frauen seines Hauses in Reihen mit Gefäßen und Sistren, unter ihnen seine Frau Tacharu.

In den Louvre kam die Stele 1826 mit der Sammlung von Henry Salt, dem britischen Generalkonsul in Ägypten.

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