
Stele mit der Anbetung des Apis-Stiers
Details
Die Geschichte
Der Apis war ein lebender Stier, der in Memphis in einem Tempel als heiliges Tier des Gottes Ptah gehalten wurde. Starb er, wurde er mumifiziert und in einem Grab im Wüstenfels von Sakkara beigesetzt, an dem Ort, den man später Serapeum nannte. Unter Ramses II. ordnete man diese Bestattungen neu. Man grub eine lange unterirdische Galerie mit seitlichen Kammern, heute die Kleinen Gewölbe genannt, damit ein Stier nach dem anderen dort Platz fand. Beamte stellten dort Stelen auf, und diese hier wurde am 26. Februar 1852 bei den Grabungen des französischen Archäologen Auguste Mariette in einem eingestürzten Raum dieser Gewölbe gefunden. Im oberen Bildfeld steht der Stier auf einem Sockel vor einem Opfertisch, die Sonnenscheibe zwischen den Hörnern, eine Decke auf dem Rücken, darüber ein geflügeltes Auge. Ihm gegenüber steht ein Mann in gefälteltem Schurz und Ärmelhemd in anbetender Haltung, mit Wedel und Krummstab. Darunter heben zwei weitere Männer neben den Zeilen eines Hymnus die Hände. Die Inschriften nennen einen Merenptah mit den Titeln königlicher Schreiber, General und ältester Sohn des Königs. Unter Ramses II. passen diese Titel auf den gleichnamigen Königssohn, der seinem Vater später auf den Thron folgte. Genannt werden außerdem Leute aus seinem Haushalt, sein Schreiber Tchay, ein Schreiber namens Ta und ein Gefolgsmann namens Sementaouy.




