
Stillleben (Primeln, Birnen und Granatäpfel)
Details
Die Geschichte
Um 1866 hatte Henri Fantin-Latour eine kurze Zeit im Atelier von Gustave Courbet verbracht, dem großen Realisten, und dabei gelernt, schlicht das festzuhalten, was vor ihm stand. Hier ist das eine bescheidene Tischecke: blasse Primeln, zwei Birnen und ein paar aufgebrochene Granatäpfel auf weißem Tuch, herausgehoben aus einem dunklen, fast schwarzen Grund. Solche Bilder galten ihm als Broterwerb, als etwas Verkäufliches, während sein Herz dem Bildnis und musikalischen Stoffen gehörte. Und doch nahm er die Farbe ernst. Er wollte, dass seine Leinwände wie Musik wirken, warme Töne, die vor dem Schatten glühen, sodass ein roter Kern oder eine gelbe Birne wirklich Gewicht bekommt. Er war in jenem Jahr 30, und Bilder wie dieses, zum Verkauf gemalt, fanden ihre treuesten Käufer bereits jenseits des Ärmelkanals, in England.




