
Stillleben mit chinesischer Schale, Nautiluspokal und anderen Gegenständen
Details
Die Geschichte
Am auffälligsten auf diesem Tisch ist der Nautiluspokal, eine Muschelschale in einer Fassung aus vergoldetem Silber. Solche Schalen kamen mit den Schiffen der Niederländischen Ostindien-Kompanie aus dem Indischen Ozean, und Goldschmiede machten daraus Prunkstücke für Sammler. Der Typ, den Kalf hier malte, wurde Ende des 16. Jahrhunderts in der Utrechter Werkstatt des Goldschmieds Jan Jacob van Royenstein gefertigt, Jahrzehnte vor diesem Bild von 1662. Eine Atlasfigur trägt die Schale. Oben bäumt sich ein Seeungeheuer auf, auf dessen Kopf Neptun mit dem Dreizack steht, und das Ungeheuer verschlingt eine kleine Figur, in der man Jona oder Odysseus erkennt. Daneben stehen eine spätmingzeitliche Schale mit Reliefs der acht daoistischen Unsterblichen und ein Weinglas mit zartem Deckel, alles auf einem Herat-Teppich mit großen Blüten. Kalf datierte seine Bilder selten, und dieses gehört zu den wenigen, die er signiert und datiert hat.



