
Stillleben mit dem Trinkhorn der St.-Sebastians-Schützengilde, Hummer und Gläsern
Details
Die Geschichte
Das silbergefasste Horn in der Mitte dieses Tisches gab es wirklich, und es existiert noch. Es gehörte der Amsterdamer Sankt-Sebastians-Gilde, den Bogenschützen der Stadt, die es bei ihren Schießwettbewerben von Hand zu Hand reichten, und heute bewahrt es das Amsterdam Museum. Als Kalf es um 1653 malte, im Jahr seines Umzugs in die Stadt, war es schon fast 90 Jahre alt. Ein Blick auf den silbernen Fuß lohnt sich. Er zeigt Sebastian, den Schutzpatron der Schützen, an einen Baum gebunden und von Pfeilen durchbohrt, bewacht von römischen Soldaten. Bestellt hat das Bild wohl ein Mitglied der Gilde, vielleicht auch mehrere. Rund um das Horn breitet Kalf den Luxus einer reichen Tafel aus, einen gekochten Hummer, Zitronen, damals selten und teuer, feine Gläser und einen türkischen Teppich. Im Schatten unter der Tischplatte hält ein kleiner Amor, auch er ein Schütze, das Thema der Pfeile fest.



