Stillleben mit Kugellager
Details
Die Geschichte
Léger sagte gern, ein gut gemachtes Maschinenteil könne so schön sein wie ein Akt oder eine Blume, und hier führt er es an einem Kugellager vor, jenem schlichten Ring aus Stahlkugeln, der ein Rad laufen lässt. Er legt es zwischen ein paar flache Formen und malt es mit der Sorgfalt, die sonst einem Gesicht gilt. Die Idee wirkte über die Malerei hinaus. Die junge Möbelgestalterin Charlotte Perriand war von Légers Maschinenbildern so eingenommen, dass sie sich eine Kette aus verchromten Kugellagern fertigte und sie als Bekenntnis zum Maschinenzeitalter trug. Auch der Stahlring auf dieser Leinwand glänzt wie Schmuck und sitzt so ruhig in der Mitte wie eine Obstschale in einem älteren Stillleben.

