
Blumenstück mit Gämse
Details
Die Geschichte
Der geschwungene obere Abschluss verrät, wofür das Bild gemalt wurde. Um 1720 entstand es als Supraporte für das Parade- und Audienzzimmer im Oberen Belvedere. Dort, in der Raumfolge an der Gartenseite mit zwei Vorzimmern, dem Audienzzimmer und dem Goldkabinett, empfing Prinz Eugen seine Besucher. Über einer zweiten Tür desselben Raumes hing ein gleich großes Blumenstück mit einem Kranich. Das Museum schreibt beide Franz Werner Tamm zu. Aus einer Steinvase quellen Iris, Tulpen, Nelken und Winden, lose Rosen liegen am Boden, und neben der Vase steht halb im Schatten eine Gämse. Später wurde das Bild für den kaiserlichen Hof angekauft. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss schwer beschädigt, von der ursprünglichen Ausstattung dieser Räume ist wenig geblieben. Die meisten Supraporten Tamms landeten im Kunsthistorischen Museum, das dieses Bild 2013 als Dauerleihgabe ins Belvedere zurückgab.
