
Paul Gauguin · PD
Stillleben mit chinesischen Pfingstrosen und Mandoline
Details
Die Geschichte
1885 war Paul Gauguin noch nicht der Maler der Südsee. Zwei Jahre zuvor hatte er eine sichere Stelle an der Pariser Börse aufgegeben, um ganz zu malen; der Umzug nach Kopenhagen, zur Familie seiner dänischen Frau, war eben gescheitert, und er kehrte fast mittellos nach Paris zurück. Dieses stille Interieur gehört in jenes ungewisse Jahr und steht den Impressionisten, die er bewunderte, noch nahe: eine Mandoline auf einem Tuch, ein Krug mit chinesischen Päonien, mehr für ihn selbst gemalt als für einen Käufer. Die Leinwand trägt auch eine spätere Geschichte. Im Zweiten Weltkrieg ging sie durch ein deutsches Museum, wurde danach in Deutschland aufgefunden und hängt heute im Musée d'Orsay unter dem Kürzel MNR 219, unter den Werken, die die französischen Nationalmuseen treuhänderisch verwahren, bis sich ein rechtmäßiger Eigentümer findet.




