
Wassily Kandinsky · PD
Studie zu Improvisation V
Details
Die Geschichte
1910 saß Kandinsky in München über dem Manuskript eines schmalen Buches, „Über das Geistige in der Kunst“, das Ende 1911 beim Münchner Verleger Reinhard Piper erschien. Darin teilte er seine eigenen Bilder in drei Gruppen ein und nannte die mittlere Improvisationen, weitgehend unbewusste, spontane Äußerungen innerer Vorgänge. Ganz verschwunden ist der Gegenstand hier noch nicht. Das Minneapolis Institute of Art liest in der Studie das Weltende. Im Vordergrund kniet eine Frau in Blau vor einer hohen Gestalt mit wehendem goldenem Haar, vielleicht Christus, und weiter hinten setzen zwei apokalyptische Reiter über einen Zaun. Jüngstes Gericht und Sintflut beschäftigten Kandinsky in den folgenden Münchner Jahren immer wieder. Gemalt ist die Studie auf Pappe, und laut Museum wurde sie aus einem größeren Stück Karton herausgeschnitten. Die Rückseite ist leer.




