
Die Geschichte
Das Minneapolis Institute of Art hält seine ständige Sammlung ohne Eintritt geöffnet, und hinter seinen Türen liegt ein enzyklopädisches Museum mit rund 90.000 Objekten aus 5.000 Jahren. Es entstand aus einer 1883 gegründeten Bürgergesellschaft für die schönen Künste, und sein neoklassizistisches Gebäude wurde 1915 errichtet.
An einem Nachmittag kann man hier Kontinente durchqueren. Ein römischer Doryphoros aus Marmor, eine Kopie des verlorenen bronzenen Speerträgers des griechischen Bildhauers Polyklet, gilt als eines der besten erhaltenen Zeugnisse jener berühmten Figur. In der Nähe stehen chinesische Bronzen und Jaden, japanische Holzschnitte und eine Reihe historischer Räume, ganz aus alten Häusern übertragen.
Unter den Gemälden suchen die Besucher Rembrandts Lucretia von 1666, die römische Heldin im Augenblick ihres Selbstmords, einen Dolch in der einen, eine Schnur in der anderen Hand. Es ist eines von zwei Rembrandt-Bildern von ihr, beide aus seinen letzten Jahren. Die Sammlung reicht weiter über van Gogh bis zu einer starken Gruppe moderner und zeitgenössischer Kunst.
Sammlung
12 Werke
Selbstbildnis mit Dr. ArrietaFrancisco Goya, 1820
Der geschlossene FriedenJohn Everett Millais, 1856
Christus vertreibt die Händler aus dem Tempel (1571)El Greco, 1570
Bildnis der Mademoiselle Lange als DanaëAnne-Louis Girodet, 1799
Esszimmer auf dem LandPierre Bonnard, 1913
Landschaft am Fluss LezFrédéric Bazille, 1870
Der Tod des GermanicusNicolas Poussin, 1627
Der TeppichhändlerJean-Léon Gérôme, 1887
LucretiaRembrandt, 1666
Der Verrat ChristiAnthonis van Dyck, 1620
Schloss OrnansGustave Courbet, 1855
Die Konvulsionäre von TangerEugène Delacroix, 1837