
Wassily Kandinsky · PD
Studie zum Umschlag des Almanachs Der Blaue Reiter
Details
Die Geschichte
1911 stellten Kandinsky und der Maler Franz Marc in München einen Almanach zusammen, ein Buch, das bayerische Hinterglasbilder, Kinderzeichnungen und Schnitzereien aus Afrika und der Südsee neben die neueste europäische Malerei setzte, weil all das nach ihrer Überzeugung derselben inneren Notwendigkeit entsprang. Das Buch brauchte einen Umschlag, und dieses Aquarell ist eines von etwa 11 Blättern, die Kandinsky dafür entwarf. Die Gestalt, die quer über das Blatt zieht, ist ein Reiter, den er auf den heiligen Georg und alte mittelalterliche Legenden zurückführte, und dieser blaue Reiter gab am Ende dem ganzen Kreis seinen Namen. Noch erkennt man hier klar einen Mann auf einem Pferd, hingesetzt in lockeren Lagen von Aquarell, Gouache und Tusche, nicht in der fast formlosen Farbe, auf die er in eben diesen Jahren zusteuerte. Der fertige Almanach Der Blaue Reiter erschien Mitte Mai 1912, mit einem Reiter auf dem Umschlag, der diesem hier nahekommt.




