
Giovanni Battista Tiepolo · PD
Studie für „Das Martyrium des heiligen Sebastian“ (für das Augustinerkloster Dießen)
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Die Geschichte
Als Bayern 1803 seine Klöster aufhob, traf es auch das Augustiner-Chorherrenstift Dießen am Ammersee. Diese kleine Ölskizze kam aus dem Stift nach München, fand 1804 bei einer Versteigerung keinen Käufer und ging in die staatliche Gemäldesammlung ein. 1852 wurde sie von dort wieder versteigert, 1946 erwarb sie das Cleveland Museum of Art.
Entstanden war sie 1739 als Entwurf, den Tiepolo zur Genehmigung vorlegte, bevor er das große Altarbild malte. Die Chorherren statteten damals ihre neue Stiftskirche aus, gebaut von dem Münchner Baumeister Johann Michael Fischer, und bestellten die Bilder für zwei Seitenaltäre bei zwei Venezianern, Giambattista Pittoni und Tiepolo. Tiepolo malte das Martyrium des heiligen Sebastian. Der Heilige ist an einen Baum gebunden und von Pfeilen getroffen, sein Blick geht hinauf zu einem Putto, der auf einer Wolke mit dem Palmzweig herabschwebt. Das ausgeführte Altarbild ist bis heute in der Dießener Kirche.




