Studie: Olympe Pélissier als Judith

Studie: Olympe Pélissier als Judith


Details

Künstler
Horace Vernet
Jahr
1830
Technik
Öl auf Leinwand
Gattung
Gemälde
Maße
65,1 × 55,2 cm

Die Geschichte

Für diesen Kopf saß Olympe Pélissier Modell, und die Studie trägt die Aufschrift Rom 1830. Horace Vernet leitete damals die Französische Akademie in Rom und bereitete ein großes Gemälde der Judith vor, jener biblischen Witwe, die ihre Stadt rettet, indem sie dem assyrischen Feldherrn Holofernes den Kopf abschlägt. Olympe stand für die Heldin Modell, ein junger Mann namens Federico Ricci für den Feldherrn. Das fertige Bild war 1831 im Pariser Salon zu sehen und hängt heute im Musée des Beaux-Arts in Pau im Südwesten Frankreichs. In Paris war Olympe schon als Schönheit und Malermodell bekannt. Etwa zu dieser Zeit hatte sie eine kurze Affäre mit dem jungen Balzac, der sie später angeblich zum Vorbild für Foedora nahm, die kalte, unerreichbare Frau in seinem Roman Das Chagrinleder. In den 1830er-Jahren lernte sie den Komponisten Gioachino Rossini kennen, und 1846, nach dem Tod seiner ersten Frau, der Sängerin Isabella Colbran, heiratete sie ihn. Bis zu seinem Tod 1868 lebten die beiden zusammen in Paris.

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