
Matthias Grünewald · PD
Stuppacher Madonna
Details
Die Geschichte
In einer kleinen Dorfkirche bei Bad Mergentheim hängt eines der leuchtendsten Marienbilder der deutschen Kunst. Matthias Grünewald, der große Zeitgenosse Dürers, malte die Tafel um 1517 als Teil eines Altars für die Stiftskirche in Aschaffenburg, gestiftet vom dortigen Kanonikus Heinrich Reitzmann. Der Altar wurde später auseinandergerissen und verkauft, und so geriet die Madonna nach Stuppach, wo man ihren Rang lange nicht erkannte. Maria sitzt in einem Garten voller versteckter Sinnbilder, ein Regenbogen, ein geschlossenes Tor, blühende Rosen, die alle auf sie deuten. Das Rot ihres Mantels und das Gold des Lichts haben jene fast überirdische Glut, für die man Grünewald kennt. Im Hintergrund ragt eine phantastische Kirche in kühlem Blau auf.

