
Piet Mondrian · PD
Bild Nr. 1
Details
Die Geschichte
1913 lebte Mondrian schon zwei Jahre in Paris, und die Bäume, die er einst an der Gein gemalt hatte, waren fast ganz in der Fläche verschwunden. Unter diesem Bild steckt noch immer ein Baum, aufgezeichnet und dann aufgelöst. 1911 war er nach Paris gegangen, um den Kubismus von Picasso und Braque mit eigenen Augen zu sehen. Er übernahm ihre Zerlegung des Gegenstands in Bruchstücke und reduzierte die Farbe auf Grau, Ocker und ein wenig Schwarz. Das Gefüge ballt sich in der Mitte und lockert sich zu den Rändern hin, wo die Linien eher verlöschen als enden. Wer den Baum sucht, erkennt in den senkrechten und waagrechten Zeichen noch die Erinnerung an Stamm und Äste. Ein solches Bild verstand Mondrian als ersten Schritt zu jener unwandelbaren Wirklichkeit, die er hinter den wechselnden Formen der Natur vermutete.




