
Verkündigung an Maria
Details
Die Geschichte
Im ungarischen Győr, das auf Deutsch lange Raab hieß, malte Paul Troger Mitte der 1740er Jahre die Decke der Jesuitenkirche St. Ignatius aus. Diese kleine Leinwand ist sein Entwurf für die Verkündigung im Langhaus. Der gemalte Rahmen mit den geschwungenen Ecken gibt den Umriss des Deckenfeldes vor, und die Szene ist darauf angelegt, von tief unten gelesen zu werden.
Maria kniet ganz am unteren Rand auf einer Treppe, fast schon am Rahmen. Darüber öffnet sich der Himmel in Wolkenbänken voller Engel, und in der Mitte schwebt der Erzengel Gabriel mit einer Lilie in der Hand.
Die Jesuiten behielten ihre Kirche danach nur noch eine Generation lang. 1773 wurde der Orden aufgehoben, seit 1802 gehört der Bau den Benediktinern, und Trogers Verkündigung ist bis heute an der Decke zu sehen.


