
Der Apotheker
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Die Geschichte
Als der Louvre 1793 erstmals als öffentliches Museum öffnete, hing diese kleine Tafel dort unter dem Namen Frans van Mieris, eines Leidener Malers kleiner, makellos glatter Bilder. Der Pariser Kunsthändler Jean-Baptiste-Pierre Lebrun gab sie umgehend Metsu zurück, und die Signatur auf dem Rücken eines gemalten Buches bestätigt ihn. In die königliche Sammlung war das Bild erst neun Jahre zuvor gekommen, 1784 auf einer Pariser Auktion für Ludwig XVI. erworben.
Der Louvre datiert es um 1661, an den Beginn von Metsus reifen Jahren. Der Doktor sitzt zwischen seinen Requisiten, Schild, Buch und Mörser, die fast zu deutlich ausgestellt sind, und das Museum sieht in ihm eine Komödienfigur, einen Nachfahren der alten Quacksalber und Marktapotheker. Einst hatte er ein Gegenstück, eine Frau mit Messer und abgezogenem Hasen, belegt ab 1752 und 1771 in Amsterdam versteigert. Bald danach verschwand es, wohl auf einem Schiff, das nach Russland unterwegs war.




