
Canaletto · PD
Die Maxentiusbasilika und die Kirche Santa Francesca Romana
Details
Die Geschichte
Als der junge Canaletto diese Ruinen um 1719 oder 1720 in Rom zeichnete, sprach noch niemand von der Maxentiusbasilika. Bis ins frühe 19. Jahrhundert hielt man die mächtigen Ziegelbögen links für den Friedenstempel, den die flavischen Kaiser nach ihrem Sieg über Jerusalem errichtet hatten. Am rechten Rand leuchtet die helle Fassade von Santa Francesca Romana aus dem 17. Jahrhundert, dahinter ragt der mittelalterliche Glockenturm der Kirche auf. Dem benachbarten Kloster setzte der Maler venezianische Schornsteine auf, ein Stück Heimat, frei hinzugefügt. Das Gemälde entstand Jahrzehnte nach der Zeichnung, und wer es gemalt hat, ist bis heute umstritten. Manche Forscher schrieben es dem Neffen Bernardo Bellotto zu, andere der Werkstatt, das Museum neigt inzwischen zu Canaletto selbst. Erworben wurde es 1908 in London, zusammen mit einer kleinen Ansicht des Kolosseums im gleichen Format, auf Rat von Ettore Modigliani, dem Direktor der Mailänder Brera.




