
Die Gefangennahme Christi
Details
Die Geschichte
Zwischen etwa 1616 und 1619, als dieses Bild entstand, hielten sich viele junge Maler aus dem Norden in Rom auf und eiferten Caravaggio nach, obwohl er schon 1610 gestorben war. Einer von ihnen war Dirck van Baburen aus Utrecht. Caravaggios „Gefangennahme Christi“, 1602 für den römischen Adligen Ciriaco Mattei gemalt, befand sich noch immer im Besitz der Familie Mattei. Der Utrechter wählt denselben Augenblick. Soldaten in glänzenden Rüstungen drängen heran, ein Mann mit entblößtem Oberkörper packt Jesus an der Schulter, ein Bärtiger drückt sich von hinten an ihn und legt ihm die Hand auf die Brust. Christus hält die gefalteten Hände gesenkt und blickt nach oben. Das Museum sieht die Nähe zum Vorbild, findet diese Fassung aber ruhiger und ausgewogener. Erst 1926 schrieb der Kunsthistoriker Roberto Longhi das Gemälde Baburen zu. Die Familie Borghese hatte es 1787 vom Bildhauer Bartolomeo Cavaceppi erworben, im Tausch gegen eine monatliche Leibrente.

