
Gustave Courbet · PD
Der Cellist (Selbstbildnis)
Details
Die Geschichte
1846 und 1847 reiste Courbet durch die Niederlande und Belgien, betrachtete Rembrandt und Frans Hals genau und kehrte mit der Überzeugung zurück, ein Maler solle das Leben um sich herum zeigen. Kurz darauf, noch nicht 30, malte er sich hier als Cellisten, über das Instrument gebeugt, das Gesicht halb vom Schatten verschluckt, während Bogen und Hände nach vorn ins Licht rücken. Er schickte das Bild in den Pariser Salon von 1848, das Jahr, in dem die französische Monarchie erneut fiel und das Land wieder zur Republik wurde. Kritiker, die davor stehen blieben, bemerkten sofort, wie nah sein tiefes Hell-Dunkel den Selbstbildnissen Rembrandts kam. Es ist eines von mehreren Werken dieser Jahre, in denen der junge Courbet in eine Rolle schlüpft, wenige Jahre vor den schlichten, ungestellten Szenen, die seinen Namen begründen sollten.




